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# Amtsgericht Brühl, Beschluss vom 26.06.2006 – 32 F 122/05

ECLI:DE:AGBM2:2006:0626.32F122.05.00

## Tenor

Der Beschwerde der Antragsgegnerin gegen die Bewilligung

von Prozesskostenhilfe versagenden Beschluss vom 18.5.2006

wird nicht abgeholfen.

**Rn. 1**

G r ü n d e :

**Rn. 2**

Zutreffend ist, dass der Antragsgegnerin Prozesskostenhilfe zu bewilligen wäre,

**Rn. 3**

wenn sie (noch) Arbeitslosengeld II beziehen würde. Denn dann hat eine zu-

**Rn. 4**

ständige (und berufenere) Behörde bereits geprüft, dass der Antragsgegnerin

**Rn. 5**

Sozialhilfe zusteht, so dass es einer eigenen Prüfung durch das Gericht nicht

**Rn. 6**

bedarf. Liegt jedoch kein behördlicher Bescheid über Sozialhilfe vor oder ist

**Rn. 7**

dieser sogar aufgehoben, so sind die Voraussetzungen für die Bewilligung ei-

**Rn. 8**

ner Sozialhilfe in Form der Prozesskostenhilfe vom Gericht eigenständig zu

**Rn. 9**

prüfen. Dabei reicht es nicht aus, das eine Partei treuherzig versichert, dass

**Rn. 10**

sie kein Einkommen habe und wohl auch keines erzielen könne. Die Partei

**Rn. 11**

muss schon glaubhaft machen, dass sie es mit einigem Bemühen versucht hat,

**Rn. 12**

ein eigene Einkommen zu erzielen. Ohne auch nur den Versuch zu machen,

**Rn. 13**

lässt sich nicht einmal einschätzen, welches Verdienst die Antragsgegnerin er-

**Rn. 14**

zielen könnte, wenn sie es wirklich versuchen würde. Der M-Weg in Brühl

**Rn. 15**

ist auch keine Sackgasse. Die Antragsgegnerin vermittelte vielmehr in der

**Rn. 16**

mündlichen Verhandlung nicht den Eindruck, dass es ihr an der nötigen Ener-

**Rn. 17**

gie fehlen würde, um einen neuen Anfang im Erwerbsleben zu wagen.

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Zitiervorschlag: Amtsgericht Brühl, Beschluss vom 26.06.2006 – 32 F 122/05, ECLI:DE:AGBM2:2006:0626.32F122.05.00

Datenquelle: Open Legal Data, abgerufen 09.07.2026

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Nicht-amtliche Fassung — maßgeblich ist die Ausfertigung des Gerichts

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