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# § 11 WehrPflG — Befreiung vom Wehrdienst

Wehrpflichtgesetz  
Historische Fassung: Stand 16.08.2019 bis 01.01.2026. Dies ist nicht die aktuelle Fassung.

(1) Vom Wehrdienst sind befreit

- 1. ordinierte Geistliche evangelischen Bekenntnisses,

- 2. Geistliche römisch-katholischen Bekenntnisses, die die Diakonatsweihe empfangen haben,

- 3. hauptamtlich tätige Geistliche anderer Bekenntnisse, deren Amt dem eines ordinierten Geistlichen evangelischen oder eines Geistlichen römisch-katholischen Bekenntnisses, der die Diakonatsweihe empfangen hat, entspricht,

- 4. schwerbehinderte Menschen,

- 5. Wehrpflichtige, die auf Grund eines völkerrechtlichen Vertrages für die Dauer einer Tätigkeit in einer internationalen Behörde eine entsprechende Befreiung genießen.

(2) Vom Wehrdienst sind Wehrpflichtige auf Antrag zu befreien,

- 1. deren Vater, Mutter, Bruder oder Schwester an den Folgen einer Wehr- oder Zivildienstbeschädigung verstorben ist,

- 2. deren zwei Geschwister

  - a) Grundwehrdienst von der in § 5 Absatz 1a bestimmten Dauer,

  - b) Zivildienst von der in § 24 Absatz 2 des Zivildienstgesetzes bestimmten Dauer,

  - c) Dienst im Zivilschutz oder Katastrophenschutz nach § 13a Absatz 1 Satz 1 dieses Gesetzes oder nach § 14 Absatz 1 des Zivildienstgesetzes,

  - d) Entwicklungsdienst nach § 13b Absatz 1 dieses Gesetzes oder nach § 14a Absatz 1 des Zivildienstgesetzes,

  - e) einen anderen Dienst im Ausland nach § 14b Absatz 1 des Zivildienstgesetzes,

  - f) einen freiwilligen Dienst nach dem Jugendfreiwilligendienstegesetz von mindestens sechs Monaten,

  - g) ein freies Arbeitsverhältnis nach § 15a Absatz 1 des Zivildienstgesetzes oder

  - h) Wehrdienst von höchstens zwei Jahren Dauer als Soldatin auf Zeit oder Soldat auf Zeit

- geleistet haben oder

- 3. die

  - a) verheiratet sind,

  - b) eingetragene Lebenspartner sind oder

  - c) die elterliche Sorge gemeinsam oder als Alleinerziehende ausüben.

Der Antrag ist frühestens nach Mitteilung der Erfassung durch die Erfassungsbehörde (§ 15 Absatz 1 Satz 2) und spätestens bis zum Abschluss der Musterung schriftlich, elektronisch oder zur Niederschrift beim Karrierecenter der Bundeswehr zu stellen, es sei denn, der Befreiungsgrund tritt erst später ein oder wird später bekannt. Er ist zu begründen.

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Zitiervorschlag: § 11 WehrPflG

Datenquelle: Bundesamt für Justiz (Archivstand), abgerufen 02.07.2026

Nicht-amtliche Lesefassung — verbindlich ist das Bundesgesetzblatt

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