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# § 6 PpUGV 2021 — Festlegung der Pflegepersonaluntergrenzen

Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung  
Historische Fassung: Stand 14.11.2020 bis 11.11.2021. Dies ist nicht die aktuelle Fassung.

(1) Für die folgenden pflegesensitiven Bereiche in Krankenhäusern werden die folgenden Pflegepersonaluntergrenzen schichtbezogen als Verhältnis von Patientinnen und Patienten zu einer Pflegekraft festgelegt, die unter Berücksichtigung der in Absatz 2 genannten Höchstanteile von Pflegehilfskräften auf den Stationen oder für die betroffenen intensivmedizinischen Behandlungseinheiten, die einem pflegesensitiven Bereich angehören, stets einzuhalten sind:

- 1. Intensivmedizin bis zum 31. Januar 2021:

  - a) in der Tagschicht: 2,5 zu 1,

  - b) in der Nachtschicht: 3,5 zu 1,

- 2. Intensivmedizin und pädiatrische Intensivmedizin ab dem 1. Februar 2021:

  - a) in der Tagschicht: 2 zu 1,

  - b) in der Nachtschicht: 3 zu 1,

- 3. Geriatrie:

  - a) in der Tagschicht: 10 zu 1,

  - b) in der Nachtschicht: 20 zu 1,

- 4. allgemeine Chirurgie und Unfallchirurgie ab dem 1. Februar 2021:

  - a) in der Tagschicht: 10 zu 1,

  - b) in der Nachtschicht: 20 zu 1,

- 5. Innere Medizin und Kardiologie ab dem 1. Februar 2021:

  - a) in der Tagschicht: 10 zu 1,

  - b) in der Nachtschicht: 22 zu 1,

- 6. Herzchirurgie ab dem 1. Februar 2021:

  - a) in der Tagschicht: 7 zu 1,

  - b) in der Nachtschicht: 15 zu 1,

- 7. Neurologie ab dem 1. Februar 2021:

  - a) in der Tagschicht: 10 zu 1,

  - b) in der Nachtschicht: 20 zu 1,

- 8. neurologische Schlaganfalleinheit ab dem 1. Februar 2021:

  - a) in der Tagschicht: 3 zu 1,

  - b) in der Nachtschicht: 5 zu 1,

- 9. neurologische Frührehabilitation ab dem 1. Februar 2021:

  - a) in der Tagschicht: 5 zu 1,

  - b) in der Nachtschicht: 12 zu 1,

- 10. Pädiatrie ab dem 1. Februar 2021:

  - a) in der Tagschicht: 6 zu 1,

  - b) in der Nachtschicht: 10 zu 1.

(2) Der Anteil von Pflegehilfskräften an der Gesamtzahl der Pflegekräfte darf die folgenden Grenzwerte in den folgenden pflegesensitiven Bereichen in den Krankenhäusern nicht überschreiten:

- 1. Intensivmedizin bis zum 31. Januar 2021:

  - a) in der Tagschicht: 8 Prozent,

  - b) in der Nachtschicht: 0 Prozent,

- 2. Intensivmedizin und pädiatrische Intensivmedizin ab dem 1. Februar 2021:

  - a) in der Tagschicht: 5 Prozent,

  - b) in der Nachtschicht: 5 Prozent,

- 3. Geriatrie:

  - a) in der Tagschicht: 15 Prozent,

  - b) in der Nachtschicht: 20 Prozent,

- 4. allgemeine Chirurgie und Unfallchirurgie ab dem 1. Februar 2021:

  - a) in der Tagschicht: 10 Prozent,

  - b) in der Nachtschicht: 10 Prozent,

- 5. Innere Medizin und Kardiologie ab dem 1. Februar 2021:

  - a) in der Tagschicht: 10 Prozent,

  - b) in der Nachtschicht: 10 Prozent,

- 6. Herzchirurgie ab dem 1. Februar 2021:

  - a) in der Tagschicht: 5 Prozent,

  - b) in der Nachtschicht: 0 Prozent,

- 7. Neurologie ab dem 1. Februar 2021:

  - a) in der Tagschicht: 8 Prozent,

  - b) in der Nachtschicht: 8 Prozent,

- 8. neurologische Schlaganfalleinheit ab dem 1. Februar 2021:

  - a) in der Tagschicht: 0 Prozent,

  - b) in der Nachtschicht: 0 Prozent,

- 9. neurologische Frührehabilitation ab dem 1. Februar 2021:

  - a) in der Tagschicht: 10 Prozent,

  - b) in der Nachtschicht: 10 Prozent,

- 10. Pädiatrie ab dem 1. Februar 2021:

  - a) in der Tagschicht: 5 Prozent,

  - b) in der Nachtschicht: 5 Prozent.

(3) Führt die Anwendung der Pflegepersonaluntergrenzen zu dem Ergebnis, dass für die auf einer Station oder in einer intensivmedizinischen Behandlungseinheit zu versorgenden Patientenanzahl weniger als eine Pflegekraft vorgehalten werden müsste, ist die Anwesenheit mindestens einer Pflegefachkraft sicherzustellen.

(4) Sind auf einer Station verschiedene Pflegepersonaluntergrenzen einzuhalten, so gilt schichtbezogen die Pflegepersonaluntergrenze mit der niedrigsten Anzahl von Patientinnen und Patienten im Verhältnis zu einer Pflegekraft mit dem zugehörigen Grenzwert für den Anteil von Pflegehilfskräften. Abweichend von Satz 1 sind die Pflegepersonaluntergrenzen nach Absatz 1 Nummer 1 und 2 neben den Pflegepersonaluntergrenzen nach Absatz 1 Nummer 3 bis 10 anzuwenden.

(5) Die Krankenhäuser ermitteln anhand monatlicher Durchschnittswerte, ob die Pflegepersonaluntergrenzen eingehalten werden.

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Zitiervorschlag: § 6 PpUGV 2021

Datenquelle: Bundesamt für Justiz (Archivstand), abgerufen 02.07.2026

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