# § 5 NSGSylV — Schutzzweck des Bereiches II

Verordnung über die Festsetzung des Naturschutzgebietes „Sylter Außenriff – Östliche Deutsche Bucht“  
Stand: 10.06.2019 (konsolidierte Textfassung, kein amtliches Inkrafttretensdatum)

(1) Zu den im Bereich II des Naturschutzgebietes verfolgten Schutzzwecken gehören die Erhaltung oder, soweit erforderlich, die Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustands

- 1. der im Bereich vorkommenden Arten nach Anhang I der Richtlinie 2009/147/EG, insbesondere

  - a) Sterntaucher (Gavia stellata, EU-Code A001),

  - b) Prachttaucher (Gavia arctica, EU-Code A002),

  - c) Zwergmöwe (Larus minutus, EU-Code A177),

  - d) Brandseeschwalbe (Sterna sandvicensis, EU-Code A191),

  - e) Flussseeschwalbe (Sterna hirundo, EU-Code A193) und

  - f) Küstenseeschwalbe (Sterna paradiesaea, EU-Code A194),

- 2. der regelmäßig auftretenden Zugvogelarten, insbesondere

  - a) Eissturmvogel (Fulmarus glacialis, EU-Code A009),

  - b) Basstölpel (Sula bassana, EU-Code A016),

  - c) Trauerente (Melanitta nigra, EU-Code A065),

  - d) Skua (Stercorarius skua, EU-Code A175),

  - e) Spatelraubmöwe (Stercorarius pomarinus, EU-Code A172),

  - f) Sturmmöwe (Larus canus, EU-Code A182),

  - g) Heringsmöwe (Larus fuscus, EU-Code A183),

  - h) Dreizehenmöwe (Rissa tridactyla, EU-Code A188),

  - i) Trottellumme (Uria aalge, EU-Code A199) und

  - j) Tordalk (Alca torda, EU-Code A200), sowie

- 3. des Bereiches in seiner Funktion als Nahrungs-, Überwinterungs-, Mauser-, Durchzugs- und Rastgebiet für die genannten Arten.

(2) Zum Schutz der Lebensräume und zur Sicherung des Überlebens und der Vermehrung der in Absatz 1 aufgeführten Vogelarten und des Bereiches in seinen in Absatz 1 genannten Funktionen ist insbesondere erforderlich die Erhaltung oder, soweit erforderlich, die Wiederherstellung

- 1. der qualitativen und quantitativen Bestände der Vogelarten mit dem Ziel der Erreichung eines günstigen Erhaltungszustands unter Berücksichtigung der natürlichen Populationsdynamik und Bestandsentwicklung; Vogelarten mit einer negativen Bestandsentwicklung ihrer biogeographischen Population sind besonders zu berücksichtigen,

- 2. der wesentlichen Nahrungsgrundlagen der Vogelarten, insbesondere der natürlichen Bestandsdichten, Altersklassenverteilungen und Verbreitungsmuster der den Vogelarten als Nahrungsgrundlage dienenden Organismen,

- 3. der für den Bereich charakteristischen erhöhten biologischen Produktivität an den vertikalen Frontenbildungen und der geo- und hydromorphologischen Beschaffenheit mit ihren artspezifischen ökologischen Funktionen und Wirkungen sowie

- 4. der natürlichen Qualität der Lebensräume mit ihren jeweiligen artspezifischen ökologischen Funktionen, ihrer Unzerschnittenheit und räumlichen Wechselbeziehungen sowie des ungehinderten Zugangs zu angrenzenden und benachbarten Meeresbereichen.

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Zitiervorschlag: § 5 NSGSylV

Quelle: Bundesamt für Justiz, abgerufen 02.07.2026

Nicht-amtliche Lesefassung — verbindlich ist das Bundesgesetzblatt

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