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# Anlage 2 HonigV 2004 — (zu den §§ 2 und 4)Anforderungen an die Beschaffenheit

Honigverordnung  
Historische Fassung: Stand 10.06.2019 bis 14.06.2026. Dies ist nicht die aktuelle Fassung.

Abschnitt I Allgemeine Anforderungen Honig dürfen keine anderen Stoffe als Honig zugefügt werden. Honig muss, soweit möglich, frei von organischen und anorganischen honigfremden Stoffen sein. Honig dürfen jedoch weder Pollen noch andere honigeigene Stoffe entzogen werden, soweit dies beim Entfernen von anorganischen oder organischen honigfremden Stoffen nicht unvermeidbar ist. Abweichend davon dürfen gefiltertem Honig Pollen entzogen worden sein. Honig darf keinen künstlich veränderten Säuregrad aufweisen. Honig darf mit Ausnahme von Backhonig keinen fremden Geschmack oder Geruch aufweisen, nicht in Gärung übergegangen oder gegoren sein oder so stark erhitzt worden sein, dass die Enzyme erheblich oder vollständig inaktiviert wurden.

Abschnitt II Spezifische Anforderungen

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1.	Zuckergehalt
1.1.	Fructose- und Glucosegehalt (Summe)
a)	Blütenhonig	mindestens 60 g/100 g,
b)	Honigtauhonig, allein oder in Mischung mit Blütenhonig	mindestens 45 g/100 g,
1.2.	Saccharosegehalt
a)	Im Allgemeinen	höchstens 5 g/100 g,
b)	Honig von Robinie (Robinia pseudoacacia), Luzerne (Medicago sativa), Banksia menziesii, Süßklee (Hedysarum), Roter Eukalyptus (Eucalyptus camadulensis), Eucryphia lucida, Eucryphia milliganii, Citrus spp.	höchstens 10 g/100 g,
c)	Honig von Lavendel (Lavandula spp.), Borretsch (Borago officinalis)	höchstens 15 g/100 g.
2.	Wassergehalt
a)	Im Allgemeinen	höchstens 20%,
b)	Honig von Heidekraut(Calluna) und Backhonig im Allgemeinen	höchstens 23%,
c)	Backhonig von Heidekraut (Calluna)	höchstens 25%.
3.	Gehalt an wasserunlöslichen Stoffen
a)	Im Allgemeinen	höchstens 0,1 g/100 g,
b)	Presshonig	höchstens 0,5 g/100 g.
4.	Elektrische Leitfähigkeit
a)	Honigarten im Allgemeinen und Mischungen dieser Honigarten	höchstens 0,8 mS/cm,
b)	Honigtauhonig und Kastanienhonig und Mischungen dieser Honigarten	mindestens 0,8 mS/cm.
Den unter den Buchstaben a und b festgelegten Anforderungen müssen die nachfolgend genannten Honigarten sowie Mischungen mit diesen Honigarten nicht entsprechen:
Honige von Erdbeerbaum (Arbutus unedo), Glockenheide (Erica), Eukalyptus, Linden (Tilia spp.), Heidekraut (Calluna vulgaris), Leptospermum, Teebaum (Melaleuca spp.).
5.	Gehalt an freien Säuren
a)	Im Allgemeinen	höchstens 50 Milliäquivalente Säure pro kg,
b)	Backhonig	höchstens 80 Milliäquivalente Säure pro kg.
6.	Hydroxymethylfurfuralgehalt (HMF), bestimmt nach Behandlung und Mischung
a)	Im Allgemeinen, mit Ausnahme von Backhonig	höchstens 40 mg/kg (vorbehaltlich der Bestimmungen unter Nr. 7 Buchstabe b),
b)	Honig mit angegebenem Ursprung in Regionen mit tropischem Klima und Mischungen solcher Honigarten untereinander	höchstens 80 mg/kg.
7.	Diastase-Zahl nach Schade, bestimmt nach Behandlung und Mischung
a)	Im Allgemeinen mit Ausnahme von Backhonig	mindestens 8,
b)	Honigarten mit einemgeringen natürlichen Enzymgehalt (z. B. Zitrushonig) und einem HMF-Gehalt von höchstens 15 mg/kg	mindestens 3.
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Zitiervorschlag: Anlage 2 HonigV 2004

Datenquelle: Bundesamt für Justiz (Archivstand), abgerufen 02.07.2026

Nicht-amtliche Lesefassung — verbindlich ist das Bundesgesetzblatt

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