(1) Ist eine Studierende oder ein Studierender aus wichtigem Grund verhindert, eine Prüfung oder eine Teilprüfung rechtzeitig zu erbringen oder tritt sie oder er aus wichtigem Grund von der Prüfung oder der Teilprüfung zurück, so hat sie oder er dies unverzüglich und eindeutig schriftlich oder elektronisch zu erklären. Der Grund der Verhinderung oder des Rücktritts ist nachzuweisen. Nach Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses können Verhinderungs- oder Rücktrittsgründe nicht mehr geltend gemacht werden.
(2) Zum Nachweis einer Erkrankung ist ein ärztliches Attest vorzulegen. Auf Verlangen des zuständigen Prüfungsamts ist ein amtsärztliches Attest oder das Attest einer Ärztin oder eines Arztes vorzulegen, die oder der von der Dienstbehörde beauftragt worden ist.
(3) Die Genehmigung der Verhinderung oder des Rücktritts hat zur Folge,
In den Fällen des Satzes 1 Nummer 2 und 3 bestimmt das zuständige Prüfungsamt, zu welchem Zeitpunkt die Prüfung nachgeholt wird.
(4) Genehmigt die zuständige Stelle die Verhinderung oder den Rücktritt nicht, teilt sie dies der oder dem Studierenden rechtzeitig mit. Versäumt eine Studierende oder ein Studierender dennoch eine Prüfung oder einen Prüfungsteil, so gilt die Prüfung oder der Prüfungsteil als nicht bestanden und wird mit der Note „ungenügend“ sowie dem numerischen Notenwert 6,0 bewertet.
(5) Erscheint eine Studierende oder ein Studierender ohne wichtigen Grund verspätet zu einer Prüfung oder einer Teilprüfung, so gilt die versäumte Zeit als Bearbeitungszeit. Beantragt jedoch die oder der Studierende die Genehmigung der Verhinderung wegen eines wichtigen Grunds, so gelten die Absätze 1 und 2 entsprechend. Genehmigt die zuständige Stelle die Verhinderung, gilt die Prüfung als nicht begonnen und ist nachzuholen. Das zuständige Prüfungsamt bestimmt, zu welchem Zeitpunkt die Prüfung nachgeholt wird. Genehmigt die zuständige Stelle die Verhinderung nicht, gilt die versäumte Zeit als Bearbeitungszeit.